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Mikrofon-Aufnahmen Autor: Andi Haehlen
Bearbeitet: 26.08.2019
Bei den vielfältigen kreativen Möglichkeiten von ANI...PAINT wird sich bald der Wunsch eröffnen, eigene Ton-Dateien in eine Geschichte einzubauen. Ob es eine Erzählstimme, selbstgemachte Geräusche oder gar eigene Musik und Gesang ist - ANI...PAINT ist für alles offen!

Ein Mikrofon muss her...
Neumann TLM-103



Professionelle Studiomikrofone liefern erstklassigen Sound, kosten aber auch gutes Geld. Wer nicht gewillt ist, in ein solches Luxusmikrofon zu investieren, braucht dies auch nicht zu tun. Denn für einfache Sprach-Aufzeichnungen reicht meist ein preiswertes Mikrofon. Die billigsten findet man im Computergeschäft oder in der Audio-Abteilung jedes Warenhauses. Bei manchen Computern ist ein solches Mikrofon sogar im Lieferumfang enthalten.
Jedoch sollte man von einem Billig-Mikrofon keine Profi-Eigenschaften erwarten. Wer viel mit eigenen Tonaufzeichnungen arbeiten will, sollte nicht davor zurückschrecken, sich ein adäquates Werkzeug zuzulegen.

Der direkteste und kostengünstigste Weg, selber Tonaufnahmen zu machen, besteht darin, ein preiswertes Mikrofon direkt an den Mikrofoneingang des Computers anzuschliessen. Sowohl Macintosh- als auch Windows-Rechner sind heutzutage mit einer eigenbauten Soundkarte und einer Anschlussbuchse für Mikrofon-Aufnahmen ausgestattet.

...und eine Sound-Software

Nebst dem Mikrofon ist eine Software erforderlich, mit welcher die Signale des Mikrofons im Computer aufgezeichnet werden können. Hier kann uns ANI...PAINT wertvolle Dienste leisten, denn in ANI...PAINT ist bereits eine vollständige Ton-Aufzeichnungsfunktion eingebaut! Siehe dazu den Überblick über die wichtigsten Funktionen von ANI...PAINT:

Wer bereits eine Sound-Software sein eigen nennen kann, weiss, dass das Angebot verwirrend gross ist. Ebenso die Fülle an Bearbeitungs-Möglichkeiten, die diese Software oft mitbringt. Ein paar Produkte haben wir zusammengetragen: 'Sound Software'



Der richtige Umgangs-Ton
Typische Mikrofon-Fehler und wie man es besser machen kann...
Zu einer guten Geschichte gehört ein guter Sound! Das wissen nicht nur die Filmprofis in Hollywood. Auch für unsere ANI...PAINT Geschichten sollten wir Wert auf "saubere" Aufnahmen legen. Ein paar Tipps für echte ANI...PAINT Klangingenieure...

Ungewollte Hintergrundgeräusche

Günstige Mikrofone weisen meistens eine sogenannte Nierencharakteristik auf. Dies bedeutet einerseits, dass es für die Aufnahme relativ nahe an der Klangquelle positioniert werden muss. Zum anderen läuft man damit auch Gefahr, viele Nebengeräusche (beispielsweise Stimmen oder Lärm im Hintergrund) mit aufzunehmen. Bei leisen Stimmen und Klängen sollte die Aufnahme also besser in einem ruhigen Raum stattfinden.


Pop- und Zischgeräusche

Eine zweite Gefahr bei Sprachaufnahmen sind sogenannte Pop- und Zisch-Effekte. Damit bezeichnet man laute Polter- und Zischgeräusche, welche entstehen, wenn beim Ausatmen oder bei scharfen Konsonanten (wie P, T oder S) zuviel Luft direkt in das Mikrofon gepustet wird. Das Mikrofon kommt mit diesem plötzlichen "Wirbelsturm" nicht klar, das Ergebnis erklingt als heftiges Poltern. Um das Mikrofon trotzdem so nahe wie möglich beim Mund platzieren zu können, empfiehlt ich eine Positionierung entweder leicht überhalb der Nasenspitze oder deutlich seitlich vom Mund, so dass die heftigstens Luftströme am Mikrofon vorbeiziehen können.

Wer wie die Profis im Tonstudio vorgehen will, kann sich einen einfachen Pop-Filter basteln: Ein Stück (ev. mehrere Lagen) Nylonstoff (z.B. von einer ausgedienten Strumpfhose), wird straff über einen Drahtrahmen gespannt. Dieser Filter wird im Abstand von ca. 2 Zentimetern vor das Mikrofon gehängt. Bei geeigneter Stoffwahl ist der Unterschied sofort hörbar: Die Stimme sollte immer noch deutlich und hell klingen, doch die "Windgeräusche" müssten erheblich geringer ausfallen.



Das "Trittschall"-Phänomen

Normale Mikrofone sollten im Idealfall weich und locker aufgehängt werden. Ein fest montiertes Mikrofon (beispielsweise an einen Computermonitor angeklebt oder direkt auf den Tisch gelegt/gestellt) nimmt Nebengeräusche über den direkten Kontakt mit diesem harten Medium auf. Wenn sich auf der Aufnahme das Brummen eines PC-Lüfters oder das heftige Gepolter vorbeigehender Schritte bemerkbar macht, könnte dies also die Ursache sein...

Wer das Mikrofon lieber in der Hand hält, sollte zuerst ein paar Probeaufnahmen machen. Sonst kann es passieren, dass bereits durch leichtes Verrutschen des Mikrofons in der Hand oder zu krampfartige Umklammerung unangenehme Knarr- und Poltergeräusche hörbar werden.



Rauschen

Fast alle Mikrofone rauschen! Ähnlich wie unsere Ohren "rauschen", wenn wir in eine Muschel lauschen, entwickeln auch Mikrofone durch die eingebaute Elektronik ein ständiges Eigenrauschen.
Das bedeutet, dass auf der Aufnahme nicht nur der gewünschte Klang zu hören ist, sondern auch ein mehr oder weniger heftiges Zischen im Hintergrund. Bei leisen Klängen macht sich das Rauschen oft ungangenehm bemerkbar!

Wer mit billigen Mikrofonen arbeitet, weiss, dass diese meist einen relativ hohen Rauschpegel haben. Um das Rauschen zu "übertönen" muss der Klang umso lauter aufgenommen werden. Dies ist jedoch nicht immer möglich, besonders bei Geräuschen, die nun mal leise sind, oder bei Sprecher/innen, die keine besonders druckvolle Stimme ihr eigen nennen können. Ein Stück weit lässt sich durch die möglichst nahe Positionierung des Mikrofons an der Klangquelle der Klang optimieren.

Wer viel mit leisen Klangquellen arbeitet, sollte vielleicht die Anschaffung eines hochwertigeren Mikrofons in Erwägung ziehen, welches weniger Eigenrauschen entwickelt. Als Masszahl kann der sogenannte "Rausch-Abstand" (resp. Signal to Noise Ratio) genommen werden, welcher möglichst gross sein sollte.



Übersteuern / Untersteuern

Ein Mikrofon funktioniert ähnlich empfindlich wie das menschliche Ohr.
Ganz leise Geräusche können nur schlecht gehört werden, sie gehen oft in den Nebengeräuschen unter. Beim Mikrofon kann der Klang ebenfalls sehr schnell in Nebengeräuschen oder Rauschen untergehen, wenn wir ihn zu sehr untersteuern (also zu leise oder zu weit entfernt aufnehmen).

Ganz laute Geräusche können hingegen Schmerzen oder gar Gehörschäden verursachen. Beim Mikrofon kann es zu einer ähnlichen Erscheinung kommen: Die hohen Druckwellen des Geräuschs lassen die feine Membrane des Mikrofons derart heftig erzittern, dass es nur noch kracht und knackst! Im Extremfall kann ein Mikrofon bei zuviel Lärm sogar endgültig zerstört werden. Bei aller Liebe zum tollen Sound: Man sollte sich gut überlegen, ob man das Triebwerkgeräusch einer startenden Boeing 747 wirklich aus zwei Metern Distanz aufzeichnen will.

Selbst wenn das Geräusch für das Mikrofon nicht zu laut ist, kann man durch falsches Einstellen der Aufnahme-Software (durch das sogenannte Übersteuern) einen gleichermassen unschönen Effekt erzielen.

Hier kann uns jedoch die Klangaufzeichnungssoftware am Computer weiterhelfen: Die meisten Soundprogramme verfügen über einen sogenannten Aussteuerungs-Regler. Wenn wir ins Mikrofon sprechen, sehen wir (oft in Form eines farbigen Balkens), wie laut unsere Stimme aufgenommen wird. Wenn die Stimme zu leise ist, können wir lauter sprechen. Oder wir können den Aussteuerungsregler lauter drehen - doch damit verstärken wir leider auch das Rauschen! Wenn die Stimme zu laut ist, der farbige Balken sich also ständig im obersten Bereich bewegt, sollten wir den Aussteuerungsregler leiser drehen.

Die eigentliche Kunst ist es nun, eine Einstellung zu finden, welche über die ganze Aufnahme hinweg nie zu leise und nie zu laut ist. Bei stark schwankender Lautstärke kann dies eine echte Herausforderung sein!


Moorsalbe zum Einmassieren bei müden und schweren Beinen. Mit Rosskastanie, Beinwellextrakt, Ringelblume und Sheabaumöl für geschmeidige Haut schwere beine Als Varikosis („Krampfaderleiden“) bezeichnet man die sackförmige Dilatation der Venen des epifascialen Venensystems, der sogenannten Stammvenen varikosis


Wie machen es die Profis?

Im Profi-Tonstudio behilft man sich oft mit einer Palette an technischen Gerätschaften: Ein Kompressor oder ein Limiter dämpft die ganz lauten Passagen, so dass sie nicht übersteuern. So kann die ganze Aufnahme auf einem lauteren Pegel aufgenommen werden. Ein Noisegate schneidet alles weg, was nicht eine Mindestlautstärke hat. Sprechpausen werden also automatisch erkannt und durch Stille ersetzt. Falls ein Rauschen hörbar ist, kann ein Noise-Filter dieses dämpfen oder fast gänzlich eliminieren. Parametrische Equalizer oder Notch-Filter können z.B. dazu benutzt werden, tiefes Brummen oder Poltern aus der Aufnahme zu entfernen. Equalizer können ausserdem auch Rauschen in hohen Freqzuenzbereichen abdämpfen. Wenn bei einer Stimme die Zischlaute zu deutlich hervor stechen, kann ein Zisch-Filter Abhilfe schaffen.


Das Tolle für uns ist: Inzwischen sind diese Profi-Instrumente sogar für Nicht-Profis erschwinglich geworden! Manche Soundsoftware bringt bereits eine Anzahl dieser Filter mit. Wer sich damit auseinander setzt, kann selbst mit einem billigen Mikrofon erstellte Aufnahmen nachträglich (und in Grenzen) noch aufwerten!


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