Multimedia-Labor für Kinder
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Prinzipien der Programmentwicklung Autor: Kummer/Scascighini E
Bearbeitet: 24.02.2011 durch HN
Elvi Scascighini

Annemarie Kummer

Textauszug aus einem Artikel von Annemarie Kummer und Elvi Scascighini-Braguglia in der ICT-Sondernummer der SCHWEIZERISCHEN ZEITSCHRIFT FÜR HEILPÄDAGOGIK (8/2002, Seiten 19-22). Elvi Scascighini, die mit schwerstbehinderten Kindern arbeitet, berichtet über ihre Erfahrungen mit den Programmen des CIDs (Centro Informatica Disabilità in CH-Lugano).
Auch wenn der Text über die Arbeit mit behinderten Kindern berichtet, ist er äusserst wertvoll für die Arbeit an der Regelschule.

Den vollständigen Text können Sie hier als herunterladen: media download


Die im CID entwickelten Programme gehen von wenigen Grundsätzen aus, welche sich in Bezug auf sonderpädagogische Aspekte jedoch als zentral erweisen:

Konstruktivismus
Jedes Kind entwickelt im Handeln seinen individuellen Zugang zur Umwelt, sein individuelles Verstehen.

Primat der Pädagogik
Die Technik steht im Dienst der Pädagogik, sie realisiert, was pädgogisch sinnvollerweise zur Förderung eingesetzt wird. Die Fachkompetenz der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen steht an erster Stelle.

Flexibilität
Die Programme müssen eine grosse Bandbreite und Vielfalt an didaktischen und methodischen Mitteln bieten, damit die Lehrpersonen sie flexibel einsetzen und auf das jeweilige Kind individuell anpassen können.

Individualität
Jedes Kind lernt und entwickelt sich seiner eigenen Logik gemäss. Die Software muss dem Rechnung tragen.

Realitätsbezug
Der Computer wird weniger als Trainingshilfe, sondern vielmehr als unterstützende Plattform für das Kommunizieren und Lernen verwendet. Wie beim «normalen» Lernen kann man Dinge übersehen, ohne, dass der Computer gleich mit einer (Fehler-)Meldung den Prozess unterbricht. «Das behinderte Kind lernt, wie alle anderen auch, über das Entdecken und die persönliche Konstruktion von Wissen und gerade in dieser Hinsicht ist die Lehrperson dazu aufgerufen, adäquate didaktische Situationen bereitzustellen. Das heisst: viel Arbeit für alle. Lernen, Spiel und Unterhaltung erreicht man nur über Einsatz und Bemühen; Zufriedenheit, grösstmögliche Eigenständigkeit und Identität aller am Entwicklungsprozess (auf allen Ebenen) beteiligten Personen ist das Resultat des Engagments.» (Elvi Scascighini-Braguglia).

Komplexität
«Unterricht ist eine sehr komplexe Sache – also machen wir auch komplexe Programme, die diesen Umständen gerecht werden können», so Gabriele Scascighini, Direktor des CID.
«Jeder Moment der Realität ist extrem komplex. Die Forschung in heilpädagogischer Informatik, die vom CID in den letzten Jahren vorangetrieben wurde und die gezeigt hat, dass man viele Situationen schaffen kann, die auch schwerere Behinderungen überwinden, hat u.a. auch gezeigt, wie komplex und belastend solche Projekte sein können. Es braucht dringend eine interdisziplinäre Ausbildung aller beteiligten Personen und man ist ständig mit der Tatsache konfrontiert, dass die Informatik wechselhaft ist und sich in ständiger Entwicklung befindet.» (Elvi Scascighini-Braguglia). Will man also gleichzeitig up to date bleiben und zudem mit der Weiterentwicklung der Programme den je individuellen Entwicklungen und Bedürfnisse der damit arbeitenden, lernenden und spielenden Kindern gerecht werden – dann braucht das ein interdisziplinäres Team, das flexibel auf diese komplexen Umstände reagieren kann.

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